Ottensen, ein wenig Geschichte ...

Wie alt ist Ottensen ?

Derzeit sind zwei verschiedene Variationen über die Entstehung Ottensens bekannt.

Variante 1:

Im niedersächsichen Staatsarchiv in Bückeburg gibt es ein Buch aus dem Jahre 1952 mit einem Absatz "Wie alt ist Ottensen ?" Geschrieben wurde der Absatz von einem Herrn Kölling. Ich zitiere mal den Absatz:

In Reimers historischem Ortslexikon wird über Ottensen gesagt, dass es wahrscheinlich erst um 1640 entstanden sei. Nach Mooner "Die kirchkliche Einteilung der Grafschaft Schaumburg" haben die Landsleute den Ort noch vor 100 Jahren "up de Eilhorst" genannt.
Der Name Ottensen scheint also dem Volksmunde lange Zeit nicht mehr geläufig gewesen zu sein, obwohl er an sich sehr alt sein dürfte. Ottensen ist entstanden aus Ottenhusen, d.i. Haus des Ottos. Alle Schaumburgischen "hausen" Siedlungen sind aber in die ländliche Siedlungsperiode einzureihen. Der Name also sagt schon, dass Ottensen nicht etwa 300, sondern mehr als 1000 Jahre alt ist.

Eine Urkunde des Bischofs Milo von Minden um das Jahr 980 bestätigt das höhere Alter. Dieser ließ sich nach der Urkunde eine bestimmte Anzahl schwarzer Rehe aus dem "Ottensener Forst" für seine bischöfliche Küche zuweisen. Damals wurde also die heutige Forst Haste oder mindestens ein großer Teil davon nach der schon bestehenden Siedlung Ottensen benannt.


Variante 2:

Heinrich Munk erstellte im Jahre 1995 eine Chronik über das Dorf Ottensen. Nach seinen Recherchen ist Ottensen im Jahre 1638 entstanden. Dieses entnimmt er den chronikartigen Aufzeichnungen des Magister Anthon Nothold, der von 1599 - 1650 als Pfarrer in Lindhorst amtierte. Die Aufzeichnungen sollen noch erhalten sein. Ich zitiere mal die Ausführungen von Heinrich Munk dazu:

Ein Einwohner Lindhorsts fasste in dieser Zeit den Entschluß und suchte sich einen ruhigeren Wohnplatz "up der Eilhast". Er war der aus Lüdersfeld gebürtige Hans Hiddesmann. Er hatte eine Erbin des Hardekopfschen Hofes (später Haus 50) geheiratet, die Witwe des Gehrke Hardekopf. Nach dem Tode seiner ersten Frau ging Hiddesmann eine zweite Ehe mit Margarete Mensching ein. Ein verkaufte seinen Hof in Lindhorst "um ein geringes" an Clamer Homeier und baute sich auf seinem Kamp "up der Eilhast" eine Hütte. Das war eines der ersten Häuser des heutigen Dorfes Ottensen, welches nach dem Grafen Otto IV von Holstein-Schaumburg benannt ist., der wohl einigen Siedlern gestattete, sich hier am Rand des Rieper Holzes niederzulassen.

1639 setzte der Amtsschreiber des Amtes Sachsenhagen eine Beschreibung der Höfe im Amt auf. Über den Hardekopfschen Hof, den Hiddesmann einige Jahre bewirtschaftet hatte, notierte der Amtsschreiber: "Hans Hiddesmann ist aus Lindhorst entwichen und hat ins Amt Rodenberg gebauet". Es vollzog sich der Umzug des Hans Hiddesmann 1638.

Leider setzten die Kirchenbücher von Beckedorf, hierhin waren die Einwohner von der Eilhast eingepfarrt worden, erst 1650 ein, so daß wir das weitere Schicksal von Hans Hiddesmann nicht weiter verfolgen können.

Tja, wie alt ist nun Ottensen ???

Vielleicht bekomme ich es ja noch mal raus. Dann habe ich hoffentlich weitere Details zur Geschichte Ottensens.

==> 1640 bis heute ?

Coming soon ...

© Achim Mensching 2017
Verwaltung | Site Map | Impressum | Kontakt